• Pamela Madeleine Hölzl

Letzte Ernte im Herbst : Was jetzt noch zu sammeln ist?

Die Tage werden kürzer und die Nächte kühler. Der erste wirkliche Frost steht jetzt tatsächlich vor der Tür. Zeit sich Gedanken zu machen was es noch zu ernten gibt.

Hier ein paar Tipps was es noch zu finden gibt draußen und wie man sich damit verwöhnen kann.



1. Nüsse zum Essen sammeln

Nüsse sind eine feine Nascherei für die dunkle Jahreszeit und nebenbei enthalten sie viele wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und wertvolle ungesättigte Fettsäuren. Warum sind sie so gesund?:

Die Haselnuss ist mit ihrem hohen Lezithin-Gehalts als Gedächtnis- und Nervennahrung bekannt. Sie enthält Mineralstoffe wie Kalzium, Phosphor und Eisen sowie Ballaststoffe. Das enthaltene Vitamin E schützt vor freien Radikalen.

Walnüsse enthalten überwiegend mehrfach ungesättigte Fettsäuren, etwa zehn Prozent ihres Fettes entfallen auf alpha-Lonelensäure, die einzige Omega-3-Fettsäure pflanzlichen Ursprungs. Sie sind auch reich an Mineralstoffen, Vitaminen der B- und E-Gruppe und Arginin, welches die Blutgefäße erweitert und die Senkung des Blutdrucks und zum Schutz der Gefäßinnenwände unterstützt.


2. Eicheln sammeln

Schon zu früheren, insbesondere in mageren Kriegszeiten, wurde Eichelmehr als teilweiser Mehlersatz verwendet. Es enthält viele Kohlenhydrate in Form von Stärke und Zucker (ca. 40 %), Öl (bis zu 15 %) und Proteine (~5%). Sie sind also auch sehr nahrhaft. Vorsicht ist jedoch geboten, da sie einen sehr hohen Gerbstoffgehalt aufweisen, daher müssen sie vorher entbittert werden. Um die wasserlöslichen Gerbstoffe zu lösen werden sie über mehrere Tage in ein Wasserbad gelegt. Danach kann man die pürierten Eicheln direkt verbacken oder sich Eichelmehl zur späteren Verwendung selbst herstellen.


3. Wurzeln ernten

Herbstzeit ist Wurzelerntezeit, da im Anklang der kalten Jahreszeit zwei- und mehrjährige Pflanzen ihre Energie in die Erde zurückziehen. Geerntet wird am besten zum Schwarzmond, das ist der Mondstand, wenn er gar nicht zu sehen ist – kurz bevor Neumond. Wie auch Flut und Ebbe ist das Fließen der Pflanzensäfte vom Mondstand beeinflusst.


4. Kastanien sammeln

Rosskastanien sind unsere heimischen Waschnüsse. Sie sind reich an Saponinen und man kann daraus sehr wirksames Waschpulver ansetzen. Weiters kann Rosskastanienpulver in der Naturkosmetik verwendet werden.


5. Letzen Kräuter ernten


Kapuzinerkresseessig

Da es heuer noch so warm ist und der erste Frost Anfang Oktober recht mild war, sind noch viele Kräuter zu finden. Besonders empfehlen würde ich noch die Kapuzinerkresse zu ernten. Sie ist sehr Immunsystem stärkend und schützt daher vorbeugend vor all den Erkältungskrankheiten, die schon im Anzug sind. Jetzt noch frisch verwenden oder z.B. als Kräuteressig ansetzen. Es ist ein guter Zeitpunkt jetzt die letzten Sonnentage zu verwenden, denn ab dem alten keltischen Fest Samhain (Halloween) sagt man gehört alles was noch da ist bis zu Imbolc (Maria Lichtmess) der Erde. Ich habe von viele Essige, u.a. mit Kapuzinerkresse, Hagebutten, Ringelblumen und der schön färbenden Malve angesetzt. Das wird heuer ein Teil meiner Weihnachtsgeschenke.


6. Samen ernten



Und ganz besonders wichtig. Die Samen der einjährigen Pflanzen ernten, die man im nächsten Kräuterjahr wieder anpflanzen möchte bzw. die Samen der mehrjährigen Kräuter die man vermehren möchte. Hier z.B. meine Salbeisamenernte.