• Pamela Madeleine Hölzl

10 praktische Möglichkeiten sich auf die kommende Kräutersaison vorzubereiten

Aktualisiert: Jan 12

1. Eine Liste machen welche Kräuter du sammeln willst.

Spätestens im Mai ist die große Fülle da. Ab diesem Zeitpunkt gibt es Möglichkeit über Möglichkeit die verschiedenen Kräuter zu ernten, aber welche? Ohne Plan muss man sich dann im Herbst erst überlegen welchen Tee man z.B. aus den gesammelten Kräutern mischen möchte. Da ich jedoch im Winter z.B. unbedingt einen Tee gegen Verkühlung, für Guten Schlaf und den Kreislauf haben möchte, mache ich mir eine List von ‚must-harvest‘-Kräutern, die auf jeden Fall dafür geerntet werden sollten. Natürlich spielt in so mancher Saison das Wetter nicht mit, aber wenn ich schon von vornherein weiß welche Wirkungen ich für mich brauche, kann ich dann ggf. noch im nächsten Monat ein anderes Kraut, von dem ich weiß dass es ähnlich wirkt, stattdessen ernten.




2. Kräuterwissen auffrischen

Kräuter lernen ist eine ‚never ending story‘. Es gibt immer neue Kräuter zu entdecken. Das ist genau das was an der Pflanzenkunde liebe. Also wenn es draußen mal regnet und winterlich kalt ist, gemütlich in dem Kräuterbuch schmökern, dass man sich eh schon im Sommer vorgenommen hatte zu lesen. Jetzt hat man Zeit dafür. Im Sommer will man ja wieder draußen sein.


3. Gläser aufheben

Was auch immer Du in den nächsten Monaten vorhast, Gläser sind u.a. praktisch als Aufbewahrungsgefäße für getrocknete Kräuter, Pestos, Eingekochtes, Tinkturen und zum Ansetzen von Pflanzenölen. Etwas, dass man immer brauchen kann und man immer zu wenig davon hat.



4. Papiersackerl sammeln

Immer wenn ich in den wärmeren Jahreszeiten unterwegs bin, habe ich ein, meistens sogar mehrere, Papiertüten mit. Der Grund: Papiersackerl sind atmungsaktiv, d.h. die gesammelten Kräuter fangen nicht zu schwitzen an, sind gut verwahrt und auch vor Licht geschützt. So kannst Du sie gut nach Hause transportieren.


5. Kräuterkörbchen basteln

Die schonendste Art gesammelte Kräuter nach Hause zu transportieren . Sie liegen dann luftig im Korb und werden nicht gequetscht. Kräuterkörbchen kann man sich aus den unterschiedlichsten Materialien selbst basteln, u.a. aus Heu, langen Gräsern, Brombeerranken, Waldrebe und Weidenranken.






6. Dunkle Lagerstätte

Es ist besonders wichtig gesammelte Kräuter und selbst Hergstelltes lichtgeschützt zu lagern, da es sonst zu Qualitätsverlusten kommt. Wäre doch schade um die ganze Mühe, wenn die sorgsam hergestellten Tees, Öle oder Tinkturen verderben.


7. Kräuter aus der vorigen Kräutersaison verbrauchen

Um diese Jahreszeit gustert das erste Grün schon besonders. Aber noch ist es noch nicht soweit, daher unbedingt jetzt noch alles verbrauchen, was man sich im Frühling ansonsten frisch sammeln würde. Jetzt ist die Freude noch groß, dass man diese Geschenke hat.





8. Alte Kräuter zu Räuchermischungen verarbeiten

Tatsächlich ist es oft so, dass getrocknete Kräuter übrig bleiben, weil man das Glück hatte, dass man im Winter gesünder blieb als erwartet. (Wahrscheinlich Dank der gesammelten Heilkräuter!) Da die Wirkung der Pflanzen nach einem Jahr rapide abnimmt, ich aber ungern geerntete Kräuter wegwerfe, mache ich aus diesen gerne Räuchermischungen.


9. Vision für Kräutergarten entwickeln

Wild sammeln ist super. Einen Kräutergarten zu haben ist extrem bereichernd. Um einen Plan für einen solchen zu entwickeln ist jetzt die beste Zeit, da sobald der Schnee weg ist mit der Umsetzung und Beetvorbereitung begonnen werden kann.



10. Samen vorbestellen

Wenn der Plan für das Kräuterbeet oder die Balkonkisterl steht, kann man all die Samen bestellen, die man das vorige Jahr nicht gesammelt hat. Ich beginne oft schon im Februar die ersten Pflänzchen vorzuziehen. Das ist nicht unbedingt notwendig, da auch später Gepflanzte ungefähr gleichzeitig ausreifen können, aber es bereitet mir einfach Freude.





Im Selbstversorgerlehrgang sammeln wir gemeinsem die wichtigsten Kräuter im Jahreskreis, verarbeiten sie zu Ölen, Essig und anderem Schmackhaftem. Wir erarbeiten dir gemeinsam Profundes Kräuter-Basiswissen, Wissen über die Bestimmung und eindeutige Erkennung von ausgewählten Kräutern, Anwendungswissen und Volksheilkundliches Wissen über die Wirkung ausgewählter Kräuter, Vielfältige Zubereitungstechniken für die tägliche Ernährung und Herstellung von Ernte- und Verarbeitungswerkzeugen aus Naturmaterialien.


Während unseres Feuer und Kochworkshops, dem Wilden Familienwochenende und beim Selbstversorgerlehrgang kannst verschiedene Wildnisfertigkeiten in Gemeinschaft lernen. Wir werden uns bestimmt einmal dem Thema widmen “Welche eßbaren Pflanzen wachsen genau jetzt in meiner Umgebung?”.


Viel Freude und schreib mir doch welche Gründe du noch weißt wie man sich am besten auf die kommende Kräutersaison vorbereiten kann ....


Deine

Pamela (Hölzl)



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